Fussballzeitreisender zu sein, bedeutet für mich:

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Nils Schwalbe berichtet:

Fussballzeitreisender zu sein, bedeutet die Geschichte des runden Leders zu verfolgen und in vergangene Zeiten abzutauchen. Dies kann man in unserer Ausstellung in Tabarz mit den verschiedensten Erinnerungsstücken wie Bällen, Trikots oder unseren ältesten Fußballschuhen von 1910 hervorragend erleben.

Wir als Fußballzeitreisende sind allerdings nicht nur an den greifbaren Dingen aus vergangenen Zeiten interessiert, nein, wir wollen die Geschichten und Hintergründe dazu erfahren, um die Geschichte zu leben. Einen besonderen Moment wird es dabei im Zuge unserer Vereinsfahrt im September geben: Wir treffen in Kaiserslautern Horst Eckel – einen Weltmeister aus der legendären Elf von 1954 – ein Idol – eine Legende!

Horst Eckel wurde am 08.02.1932 in Vogelbach in der Nähe von Kaiserslautern geboren. Fußballerisches Talent brachte er von Anfang mit, spielte bereits mit 15 Jahren in der ersten Herrenmannschaft seines Heimatvereins und fiel somit 1949 auch den Jugendtrainern des 1. FC Kaiserslautern auf. Eckel spielte in der Jugend und verbesserte dort seine Fähigkeiten wie seine hervorragende Laufarbeit, Wendigkeit und überdurchschnittliche Kondition. In der Saison 1950/51 stieg Eckel in die Oberligamannschaft auf und kam zu regelmäßigen Einsätzen, meist auf der rechten Außenbahn.

Nach zwei deutschen Meisterschaften mit dem 1. FC Kaiserslautern folgte dann im November 1952 das erste Länderspiel in Augsburg gegen die Schweiz. Eckel nahm als so genanntes „Laufwunder“ die Position des rechten Außenläufers ein und harmonierte auf dem Platz perfekt mit Fritz Walter.

Höhepunkt seiner Karriere war selbstverständlich der Gewinn des Weltmeistertitels im Jahr 1954 in Bern mit einem 3 zu 2 – Finalerfolg gegen die klar favorisierten Ungarn.

Sein letztes Länderspiel bestritt Horst Eckel im November 1958 gegen Österreich in Berlin. Insgesamt wurde er zwei Mal Deutscher Meister, siebenmaliger Meister der Oberliga-Südwest und neben dem Weltmeistertitel steht weiterhin ein vierter Platz bei der Weltmeisterschaft 1958 in Schweden zu Buche.

Wir freuen uns schon jetzt auf das Treffen mit der Legende Horst Eckel und ganz besonders auf seine Geschichten und Hintergrundinformationen zum Wunder von Bern!

Ich werde darüber berichten..